Geschichte

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Desöfteren hörte ich schon die erstaunte Frage: Wie kann denn Geschichte ein Hobby sein?

Darauf kann man am besten mit einem Zitat des Erzherzogs Otto von Österreich antworten: Wer nicht weiß, woher er kommt, kann auch nicht wissen, wohin er geht, weil er nicht weiß, wo er steht!

In der Geschichte gibt es mehrere Epochen, die hauptsächlich meine Aufmerksamkeit erregen:

1. Heiliges Römisches Reich 800-1806: Dieses Reich kann uns heute in vielem als Vorbild unseres zukünftigen Pan-Europas dienen, zugleich aber auch Warnung sein vor zu egoistischen Plänen der Nationalstaaten.

2. Österreich 1804-1918: Das "Heimliche Römische Reich", das von vielen Zeitgenossen (zum Beispiel Grillparzer oder Palacky) als Hort der Völker bezeichnet wurde, wird auch heute wieder bei zahlreichen Politikern als Modell für das zu bauende Haus Europa anerkannt.

3. Habsburger ca. 972-heute: Die Habsburger waren für mich schon immer eine faszinierende Dynastie, deren Vertreter über Jahrhunderte hinweg nicht nur das übernationale Kaisertum symbolisierten, sondern stets auch an vorderster Front die Verteidiger des Christentums gegen alle äußeren und inneren Gegner waren. Sie beherrschten ein Weltreich, in dem die Sonne nicht unterging.

4. Militärgeschichte: Hier interessieren mich vor allem die beiden Weltkriege, vorwiegend durch meine Vorfahren, die an beiden Kriegen teilnehmen mußten.

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Links: Kaiser Franz Joseph I. als Chef und Souverän des Ordens vom Goldenen Vlies.
Rechts: Kaiser Franz Joseph I. in einem der letzten Jahre seiner langen Regierungszeit.

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Wahlspruch Kaiser Franz Josephs I. mit eigenhändiger Unterschrift.

Wer sich mit den Habsburgern und dem römisch-österreichischem Kaisertum beschäftigt, wird oft als unverbesserlicher Monarchist und Anhänger des "Völkerkerkers" Österreich-Ungarn hingestellt. Dem gegenüber möchte ich ein paar Kommentare bekannter Politiker stellen:

Franz Palacky, österreichisch-böhmischer Historiker, 1848:
Wahrlich, existierte der österreichische Kaiserstaat nicht schon längst,
man müßte im Interesse Europas, im Interesse der Humanität selbst sich beeilen, ihn zu schaffen.

Theodore Roosevelt, Präsident der USA, 1910:
In Europa gibt es überhaupt nur einen interessanten Politiker, den Kaiser von Österreich.

Franklin Delano Roosevelt, Präsident der USA, 1943:
Die zwei am besten informierten Politiker in Europa sind der Papst und Otto von Österreich.

Franz Joseph I., Kaiser von Österreich,1910:
Ich bin der letzte Monarch der alten Schule.
Meine Aufgabe als Kaiser ist es, meine Völker vor ihren gewählten Politikern zu schützen.

Winston Churchill, britischer Premierminister, 1948:
Die zweite Kardinaltragödie war die völlige Zerstörung des Österreichisch-Ungarischen Reiches durch die Friedensschlüsse von Saint-Germain und Trianon. Jahrhundertelang hatte dieser überlebende Körper des Heiligen Römischen Reiches ein gemeinsames Leben gewährleistet, mit Vorteilen in Handel und Sicherheit einer ganzen Anzahl von Völkern, von denen keines in unserer Zeit die Kraft und Vitalität hat, sich selbst zu behaupten angesichts des Druckes eines wiedergeborenen Deutschland und Rußland. Allen diesen Völkern oder Provinzen, welche das Habsburgerreich bildeten, hat der Gewinn ihrer Unabhängigkeit die Qualen eingebracht, welche die alten Dichter und Theologen für die Verdammten der Hölle reservierten.

Ich habe drei kurze Listen zusammengestellt. Die erste beinhaltet alle Römischen Kaiser bzw. Kaiser von Österreich von Julius Caesar bis heute, die zweite enthält alle Päpste seit Petrus und in der dritten sind die klein-deutschen Staatsoberhäupter und Regierungschefs aufgeführt:

Römische Kaiser und Kaiser von Österreich

Die Päpste

Deutsche Staatsoberhäupter und Regierungschefs

Zusätzlich habe ich noch eine Kurzbiographie des wohl bekanntesten k.u.k. Feldmarschalls des Ersten Weltkrieges angefertigt:

GFM Eduard Frhr. von Böhm-Ermolli  

(aus: Erich Feigl, Otto von Habsburg - Profil eines Lebens, Amalthea, Wien)
Besuch Kaiser Franz Josephs I. in Mostar am 3. Juni 1910.

Letzte Änderung am Samstag, 6. Oktober 2001.